Renato Mitra

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<a rel="author" href="https://plus.google.com/112135591650510391567/about?rel=author">+Renato Mitra</a> ist ein Vollblut-Blogger. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.

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Medienkompetenz ist Sache der Eltern, nicht der Schule!

RenatoRenato

Zur Zeit findet in Berlin die re:publica 2011 statt. Es handelt sich dabei um eine Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Unter anderem referierte da auch Lisa Rosa, Zum Thema neue Medien und Schule. Da ich nicht Berlin weile, konnte ich die Diskussion nicht live mitverfolgen, habe aber folgenden Tweet mit einem Zitat von Lisa entdeckt:

Vielleicht wirkt das Zitat ohne dem restlichen Context nur für mich so unverständlich. Einmal mehr soll ein grundlegendes Thema in der Erziehung an die Schule abgeschoben werden... Man nannte mich schon befangen weil meine Frau Lehrerin ist, ich selber nenne das mehr Erfahrung zum Thema und mehr Hintergrundinformationen zum Alltag eines Lehrers.

Ich finde es richtig wenn sich ein Lehrer mit der Materie auseinandersetzt. Das neue Medien im Unterricht zum Einsatz kommen ist bereits jetzt teilweise der Fall. Je nach Schule und Lehrer. Das Thema Medienkompetenz gehört für mich aber zum Gebiet der Erziehung. Eltern sind in der Verantwortung was Ihre Schützlinge im Internet machen. Auch wenn Papa und Mama nun die Verantwortung brav an die Schule abschieben, sollte die Tochter oder der Sohn im Internet Strafhandlungen begehen, sind die Eltern verantwortlich. Auch wenn Sie von dem Medium keine Ahnung haben. Es wäre als das beste, wenn die Eltern sich zum Thema informieren. Dafür gibt es inzwischen mehr als genug Kurse und Lehrgänge. Nur so können sie Ihren Kinder beistehen und richtig begleiten auf dem Weg in die digitale Revolution...

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Comments 12
  • anita
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    anita anita

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    ja – da bin ich deiner meinung schatzi – auch wenn ich den umgang mit den neuen medien unglaublich gerne unterrichte (es interessiert die schüler enorm). es kann nicht sein, dass eltern mittlerweile kaum noch verantwortung zeigen müssen und alles an die schule abschieben(bsp zähneputzen – da kam vor einigen jahren ein bericht im radio, da meinte ein zahnarzt allen ernstes, dass kinder immer mehr kaputte milchzähne habe, komme vielleicht daher, dass die schule immer weniger in die prävention investiere – hallooooo???? auch heute müssen meine 4. sekler 2x pro jahr via dentalhygienikerin während des unterrichts die zähne putzen.) also – liebe eltern – lernt auch selber die neuen medien kennen und lernt, wie ihr eure kinder davor schützen könnt! die schule macht es auch – aber nicht nur!


  • Claudia
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    Claudia Claudia

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    Ganz deiner Meinung: Medienerziehung gehört in die Hände der Eltern. Vielen Lehrer würde aber ein Upgrade in Sachen neuen Medien gut tun, damit sie nicht gleich eine Internetsucht vermuten und panisch die Eltern anrufen, wenn ein Schüler die Namen von 2 verschiedenen Browsen kennt und noch ein bisschen angibt mit Jargon, den der Leherer offensichtlich nicht kennt… da sprech ich aus Erfahrung.


  • anita
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    anita anita

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    uhje – es gibt leider auch viele lehrerInnen, die sich gegen neues sträuben. klar, alle fachbegriffe zum thema pc/mac kenne ich auch nicht. aber da kann man sich notfalls schnell schlau machen (google sei dank)… ja, wie es lehrer gibt, die keine ahnung haben, gibt es auch eltern, die keine ahnung haben. ABER: es ist der job von beiden, sich darüber schlau zu machen!


  • Martin rechsteiner
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    Martin rechsteiner Martin rechsteiner

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    Es ist ja generell so, das vieles wieder zurück zu den Eltern gehört, und nicht alles in die Schule, somit machen es sich die Eltern nur einfach und bürgen den lehrerern einiges auf, die haben ja sonnst schon genug stoff den sie durchs ganze jahr kriegen dürfen :-(


  • Chris
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    Chris Chris

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    Oh man, Renato. Du musst auch alles lang und breit treten!
    Es wird sogar der Umgang mit Geld unterrichtet und das ist auch sinnvoll.
    Man muss mal anschauen, wie unsere Welt von den Medien gesteuert wird. Der gesunde Einsatz eines TVs, der Umgang mit Nachrichten und jetzt der Umgang mit dem Internet. Die Fachkompetenz kann man nicht von allen Ältern verlangen. Und sieh doch mal hin wie die jetzige Jugend damit umgeht, genau weil ihre Eltern es nicht verstehen.

    Ich will jetzt nicht sagen, dass eine Lehrerin wie Anita jetzt noch mehr Schule geben muss. Vielleicht braucht es genau dafür ein bestimmtes Fach und mehr Lehrkräfte. Was weiss ich… Ich möchte damit auch keine Lösung suchen, oder den Eltern Verantwortung abtreten. Ich möchte nur, dass die Jugend etwas wichtiges fürs Leben lernt.


  • Renato
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    Renato Renato

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    Nö, ich muss es nicht breit treten das Thema. Nur meine Meinung sagen und die braucht halt etwas mehr Platz als nur 140 Zeichen.
    Aber wir sind uns ja einige: „Die Jugend muss was wichtiges für’s Leben lernen.“ Dafür gibt es unterschiedliche Wege das zu tun. Wenn wir aber weiterhin alles der Schule auf bürden, dann sind die Eltern bald nur noch für die Produktion der Kinder und das finanzielle zuständig.
    Die Kinder können in der Schule ein paar Grundregeln mitbekommen. Beim täglichen Umgang mit den Medien sind aber immer die Eltern dabei. Die Eltern haben, sollten zumindest, viel mehr Berührungspunkte mit den Kinder und den Medien haben. Und wie gesagt, zuletzt sind die Eltern haftbar und Verantwortlich. Möchtest Du für etwas Verantwortlich sein wovon Du keine Ahnung hast? Eher nicht oder?
    Eltern müssen sich nun mal mit ihren Kindern und deren Interessen auseinandersetzen. Die Schule kann bis zu einem gewissen Grad unterrichten, irgendwann ist der Lehrplan aber voll und irgendwann sollten Kinder auch noch was in der Freizeit lernen und erleben dürfen!


  • Chris
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    Chris Chris

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    Siehst du, im Grunde genommen sind wir uns einig. Was du immer alles aus 140 Zeichen interpretierst… Tzzz!

    Ich bin auch der Meinung, dass der technische Umgang nicht in die Schule gehört. Und vor allem um den aktuellen Gap zu schliessen, müssten die Schulen eingreifen, damit die nächste Generation zumindest weiss, wie man damit umgehen soll.

    Du weisst, ich spreche als Nicht-Vater, aber verstehe den Standpunkt, dass Eltern Aufgaben abgeben wollen oder müssen, weil sie einen Fulltime Job haben. Aber das ist ein ganz anderes Thema – hat aber dennoch Einfluss auf die Wünsche und Anforderungen an die Schule.


  • Jörg (empeiria)
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    Jörg (empeiria) Jörg (empeiria)

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    Hallo zusammen,
    wie sagt schon Heinz von Förster sinngemäss: Wir sind für das verantwortlich, was wir sagen, jedoch nicht, dafür, was die anderen verstehen. Das Zitat ist richtig und wie Chris so schön erkannt hat, war Renato reichlich interpretativ unterwegs.
    Meiner Meinung kann sich weder Schule noch Eltern noch Staat noch sonstwer aus der Pflicht nehmen lassen. Das Zitat beschriebt lediglich einen Dreischritt auf dem Weg vom Lernen zum Lehren von Medienkompetenz.

    Grüßle,
    Jörg @empeiria


  • Marc
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    Marc Marc

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    Hallo Renato

    Leider konnte auch ich nicht in Berlin sein … aber irgendwann mal nehm ich mir die Zeit!

    In gewisser Weise versteh ich deine Haltung – auch ich bin wohl (noch fast mehr) befangen da sowohl meine Frau als auch ich der Lehrergilde angehör(t)en. Selbstverständlich sind nach wie vor (vor allem) die Eltern für das Wohlergehen ihrer Sprösslinge verantwortlich- und sollten sich entsprechend (weiter)bilden. Doch ganz so einfach wie es scheint ist es wohl doch nicht. Studien zeigen, dass gerade Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Schichten häufig über eine sehr gute technische Austattung verfügen, dieser aber häufig hilf- und begleitungslos ausgeliefert sind.
    Im Sinne einer Chancengleichheit finde ich es zwingend, dass in der Schule gewisse Verhaltensformen thematisiert werden.
    Da wir uns heute eine Informations-/Wissensgesellschaft „schimpfen“ gehört der Umgang mit digitalen Medien – dazu gehört zum Beispiel die Suche, Bewertung und Aufbereitung von Informationen – wohl fast zur „Grundaustattung“ und nicht selten wird Medienbildung (meiner Meinung nach nicht zu Unrecht) auch als vierte Kulturtechnik in einem Atemzug mit Lesen, Rechnen und Schreiben genannt.

    Und eigentlich hat sich die Schule ja die Vorbereitung auf das (Berufs-)Leben danach auf die Fahne geschrieben … und da spielen digitale Medien halt eine recht grosse Rolle.


  • Christine
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    Christine Christine

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    Ja, so ganz schwarz und weiß kann man das wohl nicht sehen. Sicherlich sind die Eltern für die Erziehung der eigenen Kinder zuständig. Viele Eltern sind jedoch mit der Thematik Computer und Internet überfordert und die eigenen Kinder haben einen enormen Wissensvorsprung. Klar Eltern müssen sich dann wohl oder übel mit dem Thema auseinandersetzen.

    Andererseits haben Lehrer natürlich einen Lehrauftrag und ich schicke meine Kinder in die Schule, damit sie dort etwas lernen. Und neue Medien gehören für mich ganz selbstverständlich dazu.

    Daher finde ich, es ist ein zweischneidiges Schwert. Eltern und Lehrer müssten gleichermaßen für die Medienkompetenz der Kinder sorgen.


  • Andreas Stricker
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    Andreas Stricker Andreas Stricker

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    Ich finde auch, dass die Schule um das Thema neue Medien nicht herumkommt. Denn man kann ganz und gar nicht davon ausgehen, dass in den Elternhäusern sonderlich viel Medienkompetenz vorhanden ist. Deswegen muss man nicht gleich ein neues Schulfach installieren, denn neue Medien lassen sich in vieler Hinsicht gut in den Schulalltag integrieren (natürlich nur sofern die Infrastruktur vorhanden ist, doch auch hier werden die Schulen investieren müssen, sofern sie es nicht schon getan haben). Warum nicht die Schüler im Internet mit einem klaren Auftrag recherchieren lassen? Oder z.B. eine Biografie von einer Persönlichkeit mittels Web-Recherche vervollständigen lassen? Facebook & Co. mal in einer Klassenstunde thematisieren? Es sind auch die kleinen Schritte, mit denen schon mal viel bewirkt werden kann.


  • EmiBender
    Posted on

    EmiBender EmiBender

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    Auf jeden Fall sollten auch Lehrer sich mit Medien auseinandersetzen und die Schüler sensibilisieren. Die neuen Medien sind doch überall Thema, warum sollte das dann auch nicht in Schulen thematisiert werden?


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