Cablecom Intranet – Ich bin beeindruckt!

Cablecom ist in der Schweiz dafür bekannt in der Medienlandschaft mit negativen Schlagzeilen präsent zu sein. Um so spannender fand ich es dann mir von Leila Summa das neue Intranet des Telekom Unternehmens zeigen zu lassen. Das ganze geschah im Rahmen eines Seminars der Internet-Briefing.ch Herren. Das Seminar, mit gemeinsamen Mittagessen, stand unter dem Titel Corporate IntraWeb 2.0.

Leila, Ihre Mitstreiter und die Jungs der Agentur Liip.ch in nur drei Monaten, abgesehen von der Lobby-Arbeit, ein neues, selber entwickeltes Intranet-System auf der Basis von PHP und MySQL auf die Beine gestellt. Es gibt einige AJAX-Funktionen und das System hat etwas von einem Blog und ein wenig von einem Wiki. Ein ausgeklügeltes System der Firmen-Hierarchie und Berechtigungen lässt die Benutzer nur das tun, wofür sie auch berechtigt sind. So oder so können Kommentare und Einträge nur im eigenen Namen verfasst werden. Das wiederum führt natürlich dazu, dass niemand vorschnell Einträge im Intranet erfasst.

Cablecom Intranet: eTouch

Jeder Mitarbeiter kann ein Blog eröffnen, wenn er das denn möchte. Die Vorgesetzten werden automatisch informiert und miteinbezogen. Das Intranet ist personalisiert und so hat Jeder die Möglichkeit nur die News über Abteilungen oder Projekte zu abonnieren, welche Diesen auch interessiert. Die abonnierten News erscheinen in Boxen und können per Drag & Drop angeordnet werden. Dazu können Notizen, Umfragen und externe RSS-Feeds auf dem persönlichen Intranet Workplace abgelegt werden.

Das ganze klingt nach einem Mitmach-Web wie man es sich nur wünschen kann. Übrigens hat Rudolf Fischer persönlich den Weg für ein so fortschrittliches Intranet geebnet! Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es schwer ist das obere Kader von einem Mitmach-Web zu überzeugen. Immer noch fürchten sich viele zu unrecht vor dem Input und Feedback der Mitarbeiter! Schade.

Aber das Cablecom Intranet steht noch ganz am Anfang. Erst im Mai wurde es komplett aufgeschaltet. Jetzt geht es mit verschiedenen Aktionen und Werbungen dazu, die Mitarbeiter zu motivieren aus dem Intranet nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben! Ich bin gespannt wie es läuft und wenn ich Glück habe, darf ich Leila ja hin und wieder nach dem aktuellen Stand der Dinge befragen…

Ich bin aber definitiv neidisch auf das tolle System welches Liip und Cablecom erschaffen haben. Noch mehr neidisch bin ich aber auf das offene und vorschrittliche Management bei der Cablecom welche für ein so tolles Projekt grünes Licht gegeben hat! Bravo!

12 FEEDBACKS

  1. Lukas Beeler sagt:

    Those who do not understand Microsoft Office Sharepoint Server are doomed to reinvent it?

  2. Renato sagt:

    Hm, i think the e-touch solution is much more cooler than sharepoint. Specialy for the enduser is it much more simpler to create some new widgets and content!

  3. Sharepointer sagt:

    Wie Lukas sagte: tönt für mich wie viel Arbeit für Dinge, die Sharepoint in der kostenlosen Variante (WSS 3.0) alles schon kann…

    Aber mal was Neues, positive Zeilen über Cablecom zu lesen. Vielleicht dringt in ein paar Jahren etwas an die Oberfläche und schliesslich an die Kunden!

  4. Erstmal: Danke für die Blumen!
    Dann, wegen Sharepoint: Das Produkt ist freilich bekannt, in diesem Fall hat aber “machen” vor “kaufen und konfigurieren” aus verschiedenen Gründen Vorzug erhalten: Die tiefe Integration mit dem eHR-System (welche feingranulare Autopersonalisierung erst ermöglicht), der auf die Zielgruppe feingetunte Mix zwischen Wiki und Blog (Wikiblog, Bliki oder wie immer man das nennen mag) und nicht zu vergessen auch der ganze Prozess, eng mit den Usern zusammen ein System aufzubauen waren und sind Erfolgsfaktoren, die mit einem vorgefertigen Produkt (möge es auch noch so viel können) kaum leichter zu haben sind – also das passt schon :)

  5. Lukas Beeler sagt:

    Ich bin einfach kein grosser Anhänger des NIH-Ansatzes.

    Sicher wären nicht alle Dinge 1:1 mit Sharepoint möglich gewesen, aber man wäre dann auf einer Plattform die unabhängig von der internen Entwicklung aktuell gehalten wird (auch wenn man natürlich die eigenen Erweiterungen dann auch aktualisieren muss).

    Komplett selbst entwickelte Softwarepakete, die nicht auf standardisierten Frameworks basieren werden meist schneller zu “Legacy-Produkten” als man vielleicht denkt.

    Ich will keinesfalls euer Produkt schlechtreden, das war sicher eine gewaltige Arbeit die anscheinend (ich hab ja keine eigene Erfahrung damit) recht gut herausgekommen ist.

    Für mich las sich die Beschreibung einfach schon sher nach “da hat jemand Sharepoint neu erfunden”.

  6. dnz9r sagt:

    Da ich selber einmal “auerwählt” wurde und nen ganzen Sharepoint für eine Schulgemeinde in Neustadt aufsetzen durfte – bin ich mittlerweile zum Sharepointhasser mutiert… Daher finde ich es spannend, was Cablecom hier versucht auf die Beine zu stellen.

  7. Du hast den Vortrag sehr gut zusammengefasst. Danke

  8. [...] habe ich mich nun auch bei den Web Pioneeren angemeldet. Bereits im Juni habe ich an der Cablecom Intranet Besprechnung teilgenommen. Das Konzept mit dem Vortrag, der anschliessenden Besprechung und dem gemeinsamen [...]

  9. Lisa sagt:

    Hi Renato,
    auf der Suche nach e-touch bin ich mal wieder über deinen Blog gestolpert. Ist noch witzig die Diskussion oben… Als MOSS Expertin kenn ich die Stärken und Schwächen von SharePoint und dies hat einiges zu bieten. Aber die Lösung von LIIP besticht durch Einfachheit. Reduce to the Max! Ausserdem ist sie bestimmt einiges schlanker als der SharePoint Server ;o) Hut ab von dieser Leistung!
    Lisa

  10. Renato sagt:

    @Lisa: Schön Dich in meinem Blog zu treffen. Du triffst den Nagel auf den Kopf: Reduce to the Max! Aber höchstwahrscheinlich darf ich mich bald auch mit dem Sharepoint Server auseinander setzen… Seufz!

    Liebe Grüsse nach St. Gallen!

  11. [...] der Praxis”, Details Zürich, Schweiz Stimmt AG, 29.06.2007 Corporate IntraWeb 2.0, Details, Zusammenfassung Zürich, Schweiz Internet Briefing.ch 05.06.2007 “Einsatz von Web 2.0-Diensten im [...]

  12. [...] Briefing.ch, Details, Zusammenfassung Zürich, Schweiz [...]

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