Renato Mitra

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<a rel="author" href="https://plus.google.com/112135591650510391567/about?rel=author">+Renato Mitra</a> ist ein Vollblut-Blogger. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.

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Festhypothek, variable Hypothek oder LIBOR-Hypothek

RenatoRenato
Bildquelle: Finanzmonitor.com

Bildquelle: Finanzmonitor.com

Zur Zeit bewohnen wir unsere Eigentumswohnung und wollen, wie bereits angekündigt, demnächst ein Haus bauen. Für Beides stellt sich für uns einmal mehr die Frage, welche Art von Hypothek möchten wir... Das spezielle ist, unsere bestehende Hypothek läuft Ende Mai aus und muss verlängert werden. Natürlich macht man sich schon Gedanken für die Zukunft mit dem Haus. Sollten wir bei der Hausbank bleiben, ist alles kein Problem, dann kann die Hypothek einfach von einem Objekt auf das andere übertragen werden.

Bleibt also die grundsätzliche Frage: Festhypothek, variable Hypothek oder LIBOR*-Hypothek?

Wie man in der Grafik oben sehen kann, hat der Finanzmonitor.com einen Rückblick auf die Zinsentwicklungen der letzten 11 Jahre gemacht. Es wird ersichtlich was ich vermutet habe. Obwohl das jüngste Hypotheken-Modell, die LIBOR-Hypothek, als eher spekulativ gilt, so ist es die Hypothek mit dem mit Abstand günstigstem Zins. Ja, Mitte 2007 bis Mitte 2008 war die LIBOR-Hypothek auch mal etwas teurer als eine Fixhypothek. Aber ich habe folgende Vorstellung: Im Moment liegt die LIBOR-Hypothek bei ca. 1,1 bis maximal 1,5% inklusive Marge. Wenn man nun eine solche Hypothek abschliesst und trotzdem Monat für Monat das Geld für 3% (durchschnittlicher Zinssatz für eine Festhypothek) auf die Seite legt, dann kann man zwar Geld gegenüber der Bank sparen, hat aber trotzdem noch ein Sicherheitspolster falls der Zins steigt! Mit der Zeit kann man das Polster etwas verringern und die Hypothek damit abbezahlen beispielsweise. Mit diesem Vorgehen sollte man eigentlich fast genau gleich gut schlafen können wie mit einer Festhypothek. Zudem hat ma immer die Möglichkeit eine LIBOR-Hypothek umzuwandeln in eine Festhypothek, sollte man diesem Modell nicht mehr vertrauen. Ob und wie eine solche Umwandlung möglich ist, muss man aber zuerst mit der Hausbank abklären bevor man eine LIBOR-Hypothek anschliesst.

Übrigens, gleicher Meinung ist auch der ktipp und das Vermögenszentrum. Der Finanzmonitor rechnet dafür aus, dass man in den letzten Jahren zehntausende von Schweizer Franken mit einer LIBOR-Hypothek sparen konnte. Also im Moment ist LIBOR mein Favorit...

P.S.: Wer gerne die Hypothekenzinsen der Schweizer Anbieter vergleichen möchte und das über Comparis machen will muss das kleingedruckte zuerst sehr gut lesen bevor man etwas ausfüllt. Comparis verlangt hier nämlich, im Gegensatz zum Vergleich von Krankenkassen, eine Gebühr von CHF 290.-! Ansonsten gibt es bei Banken-Test eine statische Übersicht. Aber letztendlich ist die Hypothek eine Verhandlungssache zwischen Euch und der Bank!

P.P.S.: *LIBOR = London Interbank Offered Rate: der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander kurzfristig Geld leihen.

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Comments 9
  • Tom
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    Tom Tom

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    Libor ist sicher interessant, aber wie überall macht es wohl die mischung.. das „problem“ der libor ist, und das sieht man auf der grafik bei genauerem hinschauen sehr gut, dass sie extrem stark auf zinsänderungen reagiert.. Und auch wenn du die libor zwar in eine feste umwandeln kannst: dies kann erst nach ende der ablaufzeit passieren.. und in der zeit kann dir das ding ziemlich viel von deinen reserven fressen.. zudem bei einem anstieg auch die zinsen für festhypotheken steigen werden.. also 3% ist definitiv zu knapp kalkuliert.. libor ja, aber nur für einen (kleinen) teil und nicht mit zu langer laufzeit.. just my 2 cent


  • Borni
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    Borni Borni

    Antworten Author

    Hallo Renato

    Wir haben zur Zeit ein ähnliches Problem wie du/ihr.
    Wir möchten zwar „nur“ eine Eigentumswohnung kaufen, aber schlussendlich ist es ja das gleiche.

    Klar könnte man mit LIBOR zur Zeit Geld sparen, aber irgendwie bin ich da dennoch unsicher.
    Nehmen wir mal an, dass wir nun 4x 3 Monate (einen Teil der Hypothek) in LIBOR finanzieren, dieser in dieser Zeit stetig leicht steigt und wir in einem Jahr dann diesen Teil in eine Festhypo (tendenziell zu einem höherem Zinssatz als heute) anlegen, stellt sich die Frage ob es sich wirklich lohnen würde das so abzuschliessen.

    Wir denken da evt. altmodisch, resp. Wir möchten da einfach eine gewisse Sicherheit haben und werden sehr wahrscheinlich eine langfristige Festhypo abschliessen. Bei einer Aufteilung in 2 Tranchen auf 5 und 8 Jahren würden wir bei unserer Bank im Schnitt 2.55% Zins zahlen.

    In den kommenden Wochen sind wir dann hoffentlich schlauer, denn da sollte die Finanzierung hoffentlich über die Bühne gegangen sein…

    Gruss Oli


  • Tom
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    Tom Tom

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    @Oli

    Ich habe gestern gerade abgeschlossen: 7 Jahre zu 2.4% und 5 Jahre zu 2.0%.. Vielleicht geht da noch was bei Dir..

    Gruss
    Tom


  • Renato
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    Renato Renato

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    Wir haben nun das Abenteuer gewagt und eine Libor-Hypothek abgeschlossen. Ein Jahr lang, monatlich kündbar für 1%, zumindest im Moment. Das Beste Angebot wäre eine 10 Jahre Fest-Hypo für 2,85% gewesen. Auch verlocken. Aber wenn man bedenkt wie viel Geld man mit nur 1% Hypo-Zins sparen kann… Mal schauen ob der Plan aufgeht. Zurück gerechnet auf die letzten Jahre hätte sich das Abenteuer finanziell gelohnt.


  • Tom
    Posted on

    Tom Tom

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    Hört sich auf jeden Fall sehr interessant an! Gratuliere.. Und 2.85% bei 10 Jahren wären meiner Meinung nach auch sehr gut gewesen.. Wir waren hier bei 2.9%.. :-)


  • bei bern
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    bei bern bei bern

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    ….inzwischen haben sich die hyposituation für den kreditnehmer noch mehr verbessert. inzwischen zahlt man für den 6 monats libor 0.85%, die 10j gibts für 2.2 und die 15j gibts bei 2.7%


  • Borni
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    Borni Borni

    Antworten Author

    Bei uns hat sich mittlerweile auch einiges getan.
    Wir haben uns auf den 1. Dezember eine Eigentumswohnung gekauft.

    Wir haben uns für 2 Festhypotheken entschieden mit unterschiedlichen Laufzeiten.
    Eine mit einer 3-jährigen Laufzeit zu 1.35% und die zweite Hypothek mit einer Laufzeit von 8 Jahren zu 2.35%.

    Ich denke, damit lässt sich leben. Es wäre definitiv noch günstiger gegangen, aber ich, resp. wir müssen uns auch wohl fühlen bei der Bank…


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