Renato Mitra

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<a rel="author" href="https://plus.google.com/112135591650510391567/about?rel=author">+Renato Mitra</a> ist ein Vollblut-Blogger. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.

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Minimax – Wenn die Werbung lügt.

RenatoRenato

Über Shareifyoulike bin ich auf die folgende Werbung für Feuerlöscher von Minimax gestolpert:

Mein erster Gedanke war: Hey, eigentlich eine witzige Werbung für ein langweiliges Produkt wie ein Feuerlöscher und hab das auch munter getwittert. Das Ganze hat aber einen fatalen Fehler, wie ich dann von @rkroebl aufgeklärt wurde:

Wenn man sich ein bisschen auskennt bei den Feuerlöscher oder nach so einem Hinweis recherchiert, dann weiss/erfährt man das es unterschiedliche Arten von mobilen Feuerlöscher gibt. Solche mit Wasser, Schaum, Pulver oder Kohlendioxid. Und nur der Feuerlöscher mit Kohlendioxid hinterlässt keine Rückstände. Schaut man sich das Video von Minimax genau an, so muss man erkennen, dass es sich bei den eingesetzten Feuerlöscher tatsächlich um Kohlendioxidlöscher handeln muss.

Und wer jetzt in der Biologie aufgepasst hat weiss, Kohlendioxid ist schädlich, gar gefährlich für den Menschen. Ab einer Konzentration von 5% Volumen führt das zu Schwindel und Müdigkeit und ist ab einer Konzentration von 8% Volumen gar tödlich! Kommt noch dazu, dass das CO2 bei -50 Grad Celsius in den Flaschen lagert und beim aussprühen eine Temperatur von unter -50 Grad Celsius erreicht. Dieser arme Mann wird von zwei Kohlendioxidlöscher direkt auf Brust und Kopf mit eiskaltem CO2 besprüht... So was endet mit fürchterlichen Verletzungen!

Leider geht man in der Werbung nicht darauf ein, mit was für einem Feuerlöscher genau hier umgegangen wird. Klar ist aber, dass mit dem Spot eine falsche Sicherheit suggeriert wird, oder der Umgang mit dem CO2-Feuerlöscher verharmlost wird! Anscheinend waren bei dem Werbespot keine echten Brandexperten involviert und wahrscheinlich auch keine Produktmanager sondern nur das Marketing... Schade, so wurde aus einem witzigen Werbespot ein gefährlicher Werbespot!

<a rel="author" href="https://plus.google.com/112135591650510391567/about?rel=author">+Renato Mitra</a> ist ein Vollblut-Blogger. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.

Comments 3
  • tomschaepper
    Posted on

    tomschaepper tomschaepper

    Antworten Author

    Ob der Spot nun wirklich gut ist, sei mal dahingestellt. Wenn das Marketing von A-Z involviert gewesen wäre, wäre das sicher nicht passiert mit dem CO2. Denke eher an eine überkreative Werbeagentur.

    … und, wer im Physikunterricht aufgepasst hat weiss, dass das CO2 nicht mit -50 Grad Celsius im Feuerlöscher lagert sondern nur unter hohem Druck steht. Die Abkühlung passiert beim Austritt bzw. Druckabbau ;-)


  • Nadine
    Posted on

    Nadine Nadine

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    Oh Autsch! Das ist ja mal ein echter Fail – ich fand die Werbung so schon echt kritisch, aber wenn mans von der Seite CO2-Feuerlöscher= Lebensgefahr wirds nur schlimmer…


  • Ray
    Posted on

    Ray Ray

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    Schön, dass Du da gleich einen Blogeintrag draus gemacht hast, Renato. Kohlendioxidlöscher erkennt man von weitem an der Sprühvorrichtung (meist eine Art Wuwuzela aus Plastic), die so gebaut ist, dass derjenige, der den Löscher einsetzt, nicht selber vom austretenden Gas getroffen werden kann. Als ich auf Deinen Tweet reagierte habe ich primär an die Austrittstemperatur gedacht, die übrigens deutlich tiefer als -50 Grad sein kann. Durch Kontakt von Haut mit dem kalten Gas entstehen schlagartig Verbrennungen, die denen von Feuer in nichts nachstehen. Es mag salopp tönen, aber hätte man im Werbespot den Mann nicht gelöscht – das Resultat wäre das gleiche gewesen. :-)

    Obwohl man sie oft noch an Löschposten in Bürogebäuden, in Garagen, an Tankstellen usw. sieht, sind CO2-Löscher für den Laien und Erstmalsbenutzer etwas schwierig in der Handhabung. Im Einsatz machen sie röhrenden Krach, die Gaswolke verdeckt die Sicht auf das angepeilte Brandobjekt und sie müssen aus möglichst kurzer Distanz in Windrichtung angewendet werden, wenn sie schnell gute Wirkung zeigen sollen. Also alles nicht eigentlich für den u.U. im Notfall sonst schon nervösen Amateur.

    Ein Apell an die Mitlesenden: Praktisch jede Ortsfeuerwehr führt (meist im Sommer) Besuchstage, Demoübungen usw. durch. Dort kann man oft auch als Besucher mal echt mit den verschiedenen Feuerlöschertypen rumblasen, deren Wirkung und Handhabung kennenlernen. Wenn man sie dann irgendwann mal tatsächlich einsetzen muss, ist man dann sicher nicht mehr so unsicher dabei.

    En Gruess vom Feuerwehroffizier a.D.


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