Renato Mitra

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<a rel="author" href="https://plus.google.com/112135591650510391567/about?rel=author">+Renato Mitra</a> ist ein Vollblut-Blogger. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.

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Der Newsletter ist noch nicht am Ende

RenatoRenato

Eigentlich dachte ich noch vor ein paar Jahren, dass mit dem Web 2.0 und den ganzen Social Media Bewegungen das Ende des Newsletter eingeläutet wird. Aber dem ist anscheinend nicht so. Ganz im Gegenteil! Gerade Online-Verkäufe werden nach wie vor mit einem guten Newsletter vorangetrieben, trotz den strengen Spam-Richtlinien in der Schweiz und all den Filter in Firmen und bei Privatpersonen.

Zuerst hiess es, dass RSS den Newsletter überflüssig macht. Es hies damals, dass die Leser selber entscheiden wollen, welche nachrichten sie empfangen möchten und welche nicht. Mit dem RSS konnte man ganz leicht diverse Quellen abonnieren, dank Yahoo Pipes sogar noch zusammenführen, filtern, ordnen und neu ausgeben. Aber wie auch der Kollege bei McMacken richtig erkannt hat, muss im Moment RSS eher ans überleben denken als der Newsletter. Vielen 0815-Internetbenutzer ist heute noch nicht klar für was RSS ist und wie man es anwendet. Ist RSS also nur noch ein Überbleibsel für Blogger, Internet-Profis und Nerds?

Mit Social Media, allen voran Facebook, bekamen die Unternehmen und marken eine neue Art der Kommunikation. Jetzt ist also Schluss mit den Newsletter denn jetzt werden die Kunden alle via Facebook, bzw. Benachrichtigungen informiert. Und überhaupt, die sollen doch alle Fans sein und sich selber auf der Fanpage informieren. Schön wär's... Die Konsumenten verbringen sicher viel Zeit auf Facebook, aber dennoch bekommt man nicht alle Informationen mit welche da wiedergegeben werden. Wenn ein Konsument 150 Freunde hat und Fan von rund 50 Marken, Produkten oder sonst was ist, dann sind das einige Meldungen welche erscheinen. Warum sollte ihre Meldung gerade die Aufmerksamkeit des Benutzers bekommen haben? Kommt noch dazu, dass Facebook einen Algorithmus für die Hauptmeldungen geschaffen hat. Ist der Konsument nicht aktiv auf Ihrer Fanpage oder Sie lange untätig mit neuen Einträgen, so kann es sein, dass Ihre Updates nicht mehr auf der Facebook-Startseite des Fans angezeigt werden.

Diese Nachteile führen zum Vorteil eines Newsletters. Dieser wird bewusst abonniert. Wenn es den Konsumenten interessiert, so nimmt er sich die Zeit und liest das Mail aufmerksam durch, sofern der Newsletter ansprechend gestaltet ist, in allen Mailprogrammen sauber daher kommt und auch was interessantes zu erzählen hat. Mit einem Newsletter können die Fans, Konsumenten und Kunden viel bewusster angesprochen werden. Das zeigen auch diverse Erfahrungswerte bei uns in der Agentur. Wird ein Newsletter mit einem Verkaufsangebot für einen Online-Shop veröffentlicht, so schnellen die Verkaufszahlen in die Höhe! Ähnliche Aktionen mit Werbe-Einblendungen und Meldungen auf diversen Plattformen kommen nicht an diese Absatzzahlen...

So verwundert es auch nicht, dass der linkRiss von Christian Leu grossen Zulauf gewinnen kann. Jüngst wurde das sonntägliche Angebot erweitert mit einem Fashion Teil, welcher am Donnerstag an die Empfänger raus geht. Ich bin gespannt wie sich das Angebot hält und wie es mit dem linkRiss weiter geht. Schliesslich wurde ich auch schon gebeten den wöchentlichen iReview vom ApfelBlog.ch als Newsletter im Stil vom linkRiss anzubieten...

Fazit: Der Newsletter ist trotz allem nicht uninteressant geworden und sollte auch in Zukunft noch als Kommunikations-Kanal berücksichtigt werden! Voraussetzung dafür ist aber ein gutes Inhaltskonzept, ein einfaches und ansprechendes Design und das Layout sollte so umgesetzt sein, dass es möglichst in allen Arten von Mail-Programmen gut aussieht.

<a rel="author" href="https://plus.google.com/112135591650510391567/about?rel=author">+Renato Mitra</a> ist ein Vollblut-Blogger. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.

Comments 6
  • Chris
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    Chris Chris

    Antworten Author

    Bin erstaunt, dass du so denkst. Immerhin bist du mit einem guten Newsletter noch direkter beim Kunden, als per Social Media. Was einfach bedacht werden muss, ist der Streuverlust, den es wegen vielfach falschen Aufbau zu reduzieren gilt.

    Ich finde jetzt die iReview müsste nicht per Newsletter gemacht werden, aber das ist halt wieder das Problem, dass jeder anders tickt :)


  • Michel
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    Michel Michel

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    Dem Newsletter wird wohl nicht so schnell die Puste ausgehen. Warum? Es ist der „intimste“ Bereich eines normalen Internet-Nutzers! Und das wird weiterhin so bleiben, solange der Hauptzweck von E-Mail die Kommunikation mit bekannten Menschen ist.
    Und auch: personalisierte Nachrichten, die man ausdrücklich (double opt-in) wollte, können die Aufmerksamkeit eines Menschen viel mehr erwecken, als öffentliche RSS Feeds, Tweets oder Facebook Newsfeed Nachrichten (die schnell Untergehen).


  • mmemichi
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    mmemichi mmemichi

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    Zwar wird der Newsletter noch von vielen Leuten abonniert, jedoch heisst dies nicht zwingend, dass er auch wirklich gelesen wird. Häufig landen sehr viele Newsletter mit nicht wirklich ansprechendem Inhalt in den Posteingängen der Leute, wo sie meist ungelesen verbleiben. So erreichen sie die Leute nicht wirklich besser.
    Durch Social Media kann man Leute persönlicher und direkter erreichen, falls man sie erreicht (-> Hauptmeldungen, etc).

    Ein Newsletter muss dem User einen wirklichen Mehrwert geben, den man mit LinkRiss! dank recht guter Inhalte eigentlich sogar hat. Es ist nicht einfach ein zusammengewürfelter Werbenewsletter, sondern eine etwas persönliche Sache, das machts aus.


  • Chris
    Posted on

    Chris Chris

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    Hi Michi

    Das stimmt, einige Newsletter versinken in der Mailflut. Trotzdem ist die geschätzte Öffnungsrate oder sogar Klickrate meist noch höher als eine Social Media Aktivität (Facebook Post). Wichtig ist vor allem, dass man die Leute gezielt anspricht. Hier kann man Social Media als Funnel (Filter) für die richtige Zielgruppe verwenden.
    Um die User in den Hauptmeldungen zu erreichen, findest du einige Indikatoren auf meinem Blog, falls dich das interessiert.

    Betreffs dem LinkRiss! kann ich dir nur teilweise zustimmen. Gegen Ende letzten Jahres gab es eine Aktion für ein Doodle Premium Account, nur aus diesem Grund habe ich den LinkRiss! abonniert, denn der Newsletter verspricht viel mehr als er bringt.

    Jeder gute Online Marketer weiss dass ein mit Werbung zugeballerter Newsletter nichts bringt. Aber leider wird das Newslettermarketing meist vernachlässigt…


  • mmemichi
    Posted on

    mmemichi mmemichi

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    Stimmt, da geb ich dir Recht (deinen Beitrag habe ich übrigens bereits gelesen =D).

    Beim LinkRiss! kann ich auch zustimmen, denn die Inhalte sind nur teilweise wirklich super. Überbewertet halt, auch wenn ich ihn schon vorher abonniert hatte. Mehr enttäuscht war ich vom LinkRiss!Fashion, der gefiel mir gar nicht. Aber gehöre wohl auch nicht ganz zur Zielgruppe.

    Doch zusammengefasst finde ich Newsletter einfach ein Mittel, das es nur bringt, wenn die Inhalte WIRKLICH ansprechend sind. Sonst kann man es gleich lassen.


  • Sebastian Neumeier
    Posted on

    Sebastian Neumeier Sebastian Neumeier

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    Wie Chris schon sagte, der Streuverlust – und ergänzend hierzu – die Gefahr des Spamens begünstigen nicht gerade die Wertigkeit der Newsletter. Allerdings stimme ich dir zu, Renato, wenn du Streuverluste auch bei facebook, verursacht durch den Algorithmus für die Hauptmeldungen, ansprichst. Ich denke es wird sich die Waage halten und früher oder später zwei User-Lager geben, die online-affinen Social Media-Menschen und diejenigen, die sich mit Newslettern übers E-Mail-Postfach bedienen lassen. Es bleibt abzuwarten wie stark sich der Newsletter gegenüber den Social Media Plattformen behaupten kann. Schließlich ist hier ein sehr junges Zielpublikum vertreten – die Konsumenten von morgen.


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