Auf der Suche nach einer Lehrstelle?

Hinweis: Dies ist eine von trigami vermittelte Auftragsarbeit, für welche ich ein Honorar erhalte. Konkret heisst das: Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe (und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe). (Mehr Informationen)

Lehrstellensuche leicht gemacht? Der gemeinnützige Verein zur Förderung der Lehrstellenvermittlung in der Schweiz bietet Lehrbetrieben die Möglichkeit, offene Lehrstellen kostenlos auszuschreiben und zu verwalten. Das ganze funktioniert relativ schmerzlos, für Lehrbetriebe und Lehrstellensuchende, mittels der Plattform Lehrstellenboerse.ch

Lehrstellensuche leicht gemacht

Finanziert wir der im August 2003 gegründete Verein nebst dem Hauptsponsor Volg, mit privaten Sponsoren und Zuwendungen von Unternehmen und Stiftungen. Dazu kommen noch Einnahmen aus den unzähligen Google Adsense Werbeinblendungen welche durchaus schöner in den Webauftritt eingebaut hätten werden dürfen.

Die Plattform Lehrstellenboerse.ch wurde von der Webagentur zimtkorn entwickelt. Bisher war ich eigentlich der Meinung, dass die Jungs bei zimtkorn wert auf hohe Qualität legen und gute Arbeiten abliefern. Leider ist Ihnen das, meiner Meinung nach, mit Lehrstellenboerse.ch nicht so gelungen. Ein flüchtiger Blick in den Quellcode legt offen, dass sogar HTML-Tabellen für das Layout verwendet wurden. Auch wenn es vielleicht um ein Sponsoring handelt, darf die Seite in einem sauberen und benutzerfreundlichen Look daher kommen.

Lehrbetriebe
Aber verlassen wir den oberflächlichen Teil und nehmen uns den Kern der Plattform an, die Funktionen. Registrierte Lehrbetrieb erhalten einen eigenen, kostenlosen Account in dem Sie um die Gunst der Schulabgängerinnen und Schulabgänger buhlen können. Offene Lehrstellen können durch den Personalverantwortlichen oder Ausbilder selbständig erfasst und verwaltet werden. Leider hilft das System nicht, bereits verstrichene Ausschreibungen aus der Liste der offenen Lehrstellen zu entfernen. So findet man besonders in der Bau-Branche offene Lehrstellen mit Lehrbeginn 1. August 2007. Vielleicht müsste das Erfassungsystem den Verwalter hier etwas unter die Arme greifen. Den Firmen wird zudem ein Online-Bewerbungs-Tool zur Verfügung gestellt, mit welchem der Lehrlingsausbilder die vielen Bewerbungen für die erste Vorselektion nutzen kann.

Lehrstellensuchende
Die Jugendlichen können sich ohne Registratur auf die Suche nach offenen Lehrstellen machen. Schritt für Schritt werden die jungen Leute zu Ihrem Ergebnis geführt. Aber besonders für die zukünftigen Lehrlingen stehen bald neue Funktionen an. Es ist geplant, dass in Zukunft die Lehrstellensuchenden selbst Lehrstellengesuche auf der Plattform aufführen können. Damit soll auch erreicht werden, dass so die Jugendlichen besser erfasst und in ihren Regionen entsprechend kommuniziert werden. Im Bedarfsfall können die Jugendlichen an bestehende, kompetente Hilfestellen weiter vermittelt werden.

Beruf des Monats
Lehrstellenboerse.ch bietet mit “Beruf des Monats” eine interessante Werbemöglichkeit für Firmen an. Neben der Werbung für das eigene Unternehmen können so auch etwas weniger bekannte Ausbildungen den Jugendlichen schmackhaft gemacht werden. Leider scheint es so, als ob die Möglichkeit zur zeit nicht genutzt wird.

Mein Vorschlag für eine neue Funktion
In diesem Zusammenhang hätte ich noch eine Idee für eine neue Funktion, einen elektronischen Berufsberater. Die Suchenden können aus einer Anzahl von Fragen Ihre Antworten auswählen was Sie gerne machen, oder wo Ihre Stärken liegen. Daraus wird eine Liste von möglichen Berufen ausgegeben, natürlich mit zugehörige offenen Lehrstellen.

Praktika
Der Verein hilft noch weiter! Bereits registrierte Firmen können neben den Lehrstelle auch Praktika mit einer Option auf eine Lehrstelle ausschreiben. Aber auch andere Praktika, sog. Trainee-Programme, On-the-job-Ausbildungen für QuereinsteigerInnen, MaturandInnen und StudentInnen sollen künftig angeboten werden.

Fazit
Der Verein zeigt ein grosses Engagement die jugendlichen Schweizer in die Berufswelt zu schleusen. Die Plattform bietet eine gute Grundlage die Lehrstellenvermittlung via Web abzuwicklen. Es hat sich aber gezeigt, dass noch schwächen bestehen. Doch ich bin zuversichtlich, dass der Verein die Versprochenen Erweiterungen um setzen wird und wahrscheinlich noch einiges mehr. Schön das sich jemand da draussen für die Jugend einsetzt!

8 FEEDBACKS

  1. [...] Mitra.ch – “Auf der Suche nach einer Lehrstelle?”  [...]

  2. Hallo Renato,

    Du hast mi Deiner Kritik an der Umsetzung der Lehrstellenbörse selbstverständlich vollkommen recht. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass die Plattform in ihrer jetzigen Version vor 5 Jahren entwickelt wurde und es seither keinerlei Architektur- oder Code-Design-Änderungen mehr gegeben hat. Aktuell wird ja auch an einer komplett neuen Version von Seiten des Vereins gearbeitet.

    Gruss Adrian

  3. Renato sagt:

    @Adrian: Danke für Dein Feedback. Sowas in der Art hab ich schon vermutet. Es ist nur schade wurde nicht zuerst die neue Plattform gebaut, das Blog integriert und dann die Trigami-Werbeaktion gestartet, aber da könnt Ihr ja nix für.

  4. [...] Kampagne, welche sehr erfolgreich war für uns, bekamen wir u.a. das Feedback aus dem mitrablog, dass wir doch unsere Plattform technisch neu überarbeiten sollen. Nun da das zimtkorn team [...]

  5. valentin sagt:

    die plattform habe ich damals gecodet, es stimmt der quellcode ist nicht mehr zeitgemäss (W3C valide, divs, css) aber eine neuüberarbeitung ist aber sehr, SEHR teuer und zeitaufwendig, so dass wir das nicht machen konnten, aberinzwischen konnte ja das geld dafür gesammelt werden.

    den benutzer interessiert den quellcode aber überhaupt nicht sondern die usability, und die ist, für dass die plattform doch schon 5 jahre alt ist, immernoch sehr gut… und konkurrenzlos (wenn man schaut was staatliche institutionen mit millionenbeträgen nicht machen können :-)) und deshalb ist die werbung ja wichtiger, die besucher möchten ja eine lehrstelle und keinen perfekten quellcode :-)

  6. Renato sagt:

    @Valentin: Ich hab ja schon erfahren das der Auftritt mittlerweile alt ist. Und damals war der Code wie auch die Darstellung sicher zeitgemäss. Über die Usability kann man sicher streiten, ich bin der Meinung, dass das noch einfacher gehen würde! Klar, der 0815-Besucher kümmert sich nicht um den Code, die Accessibility hingegen schon. Ebenso die Pflege. Wenn das ganze nur in DIV’s und CSS erstellt ist, stell Dir mal vor wie schnell man ein Redesign machen kann, auch ohne kleveres CMS mit Templates!

    Klar bedeutet ein Redesign Aufwand und Kosten. Aber wenn man Geld für Werbung hat, dürfte man am Webauftritt nicht sparen. Aber jetzt kommt ja alles in die Gänge. Wie ich gesehen habe wir nun ein IT Chef gesucht. Ich freu mich schon auf das neue Resultat.

  7. Sag_ich_nicht sagt:

    Ich bin einer der seit 3 Jahren eine Lehrstelle sucht…

    A: Ich finde die Plattform zweckmässig. Es ist doch völlig egal ob das Coding auf Tabellen oder nicht basiert. Worauf es ankommt ist, dass die jungen Leute die Informationen finden die sie benötigen.

    MFG “Sag_ich_nicht”

  8. Renato sagt:

    @Sag_ich_nicht: Wenn Du mein Blog kennen würdest, dann wär Dir klar, dass ich für eine Aussage stehe: “Content is King”! Zuerst gilt der Inhalt einer Website, dann die Funktion und zuletzt das Design. Da es zu den ersten beiden nicht viel zusagen gibt, weil diese mehr oder weniger für mich stimmen, kommt das Design unter die Räder… =)

    Ich wünsche Dir, dass Du dank der Börse deine dreijährige Suche bald beenden kannst!

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