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Wer das User Interface mit der Annahme “der Benutzer ist betrunken” gestaltet, hat schon mal vieles richtig gemacht…

Das komplette Album kann bei iTunes als Stream vorgehört und natürlich vorbestellt werden. Mein aktueller Lieblingstitel ist “Giorgio by Moroder”. Mir gefällt’s. Und dir?

Leere Autobatterie

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/andyarmstrong/

In den letzten Wochen ist es zwei mal vorgekommen, dass unser Auto keinen Saft mehr in der Batterie hatte. Das aber nicht weil die Batterie schwach wäre, nein. Beide male waren eine der fünf Türen nicht ganz ins Schloss gefallen und haben dafür gesorgt, dass irgendwo im Innenraum ein kleines Lämpchen viele Stunden vor sich hin gestrahlt hat…

In solchen Momenten braucht man eigentlich nur zwei Dinge. Ein Überbrückungskabel und ein zweites Auto. Es ist eine Sache von gerade einmal zwei Minuten und die Sache ist gemacht… Das Kabel hatte ich, aber kein zweites Auto. macht ja nix, es gibt viele Nachbarn hier in der Gegend. Dachte ich… Leider waren aber alle direkten Nachbarn in den Ferien, auf Spaziergängen oder sonst wo. Also hockte ich in die riesige Tiefgarage, denn irgendjemand würde sicher hinein oder hinaus fahren. Der erste Fahrer hat mich gekonnt ignoriert und ist davon gebraust. Der Zweite parkte sein Auto und meinte nur: “Ich hab ein Automat damit mache ich solche Dinge nicht…”. Solche Dinge? Ich brauch nur einen kleinen Funken aus Deiner Batterie?!!?!?

Kurz danach kam dann eine Nachbarin welche uns bereitwillig geholfen hat. Übrigens, mit einem Automat. Ungelogen, es hat nur drei Minuten gedauert das ganze Prozedere. Nach diesem Erlebnis hab ich mir gleich ein Notfall-Starter-Set für 100 Franken gekauft. Anscheinend nützt in der heutigen Zeit ein Überbrückungskabel nichts mehr, zumindest wenn man keine Helfer findet. Darum habe ich mir nun selber geholfen. Ätsch.

Wie heisst es doch so schön:

Wenn du Zweifel hast, auf wen du dich verlassen kannst, verlass dich auf dich selbst. Es könnte sonst sein, dass du verlassen sein wirst.

Sneakers werden Koomunikativ dank Arduino und ein bisschen Gebastel. Das dürfte auch den @dworni und @leumund interessieren…

(via Macgasm)

Swisscom Care bei Twitter

Hin und wieder soll man eine gute Tat vollbringen. Ob man nun Pfadfinder ist oder nicht. Die heutige gute Tat geht an die Swisscom, bzw. @Swisscom_Care, @Swisscom_de, @Swisscom_Medien und @Swisscom_Media. Wir versuchen gerade mich als langjährigen und rentablen Kunden glücklich zu machen, aber das ist ein anderes Thema welches dann wohl eher hier verbloggt wird. Nein, was ich ansprechen wollte ist das Twitter-Design. Zwar hat man sich wahnsinnig mühe gegeben ein Hintergrundbild mit dem 3D-Dings von Swisscom zu gestalten, inklusive den Textboxen links mit vielen (zu vielen?) weiterführenden Informationen.

Swisscom Care bei Twitter

Leider hat man aber, wohl wegen kleinen Bildschirmen, nicht erkannt, dass man auch noch die Hintergrundfarbe auf das dunkle blau abstimmen sollte/könnte. Dazu muss man einfach unter Einstellungen, Design bei Hintergrund den richtigen Farb-Code hinterlegen. Dann schaut das Twitter-Design viel besser aus.

Bei @Swisscom_B2B_de hat man es beinahe in grau geschafft, besser hat es @Swisscom_Labs in weiss gemacht. Perfekt in blau wurde es dann aber von @Swisscom_Stars gemacht. Bravo.

Renato Mitra Bobfahrt St. Moritz

Drüben bei den kreativen Supertext-Menschen hab ich an einem Wettbewerb teilgenommen und sogar gewonnen. Der Preis war eine Bobfahrt auf der Olympia-Bahn in St. Moritz. Vergangenen Samstag war es dann soweit und wir haben die lange Reise angetreten um in knapp 2 Minuten und guten 135 km/h den Eiskanal runter zu sausen.

In St. Moritz, bei rund -20 Grad, wurden wir vom Bobpilot Martin Suter in den Bobsport eingeweiht und haben viele interessante Details zu der Strecken erfahren. Übrigens, der Bobsport wurde von Engländer in St. Moritz erfunden und etabliert. Daher hat St. Moritz die älteste Bobbahn der Welt und wird immer noch jedes Jahr von rund 14 Arbeitern aus dem Tirol von Hand aufgebaut. Für die Natureisbahn gibt es  keine Pläne, sondern die Arbeiter geben das von Generation zu Generation weiter… Sehr beeindruckend.

Die Bobfahrt selber kann ich sehr empfehlen! Wer gerne Roller-Coaster mag, so wie ich, wird hier voll auf seine Kosten kommen! Am Anfang fängt alles gemütlich an, aber je näher man dem Ziel kommt desto höher wird die Geschwindigkeit. Gemäss unserem Bremser hätten wir rund 135 km/h drauf gehabt (wir waren ein schwerer Bob) und hätten in den Kurven bis zu 4G erzeugt. Mehr Action als auf jeder Achterbahn!

Besten Dank an Martin Suter, das Team der Olympia-Bahn in St. Moritz und natürlich an das Supertext-Team und die restlichen Teilnehmer der Bobfahrt. Es war ein toller und eindrücklicher Tag. Gerne wieder!

Weitere Impressionen gibt es auch auf der Facebook Seite bei Supertext oder als Text im Blog.

Wired Magazin

11. September 2011 — 3 Comments

Das berühmte Wired Magazin gibt es nun auch in deutsch. Ich hab mir die erste Ausgabe gekauft, komme aber damit nicht so richtig klar…

Heute Abend bin ich aus Deutschland zurück gekehrt und habe diesen Brief der Wohngemeinde Obergösgen vorgefunden.

So nicht!

Darin kann man lesen, dass die Gefahr besteht, dass das Trinkwasser mikrobiell verunreinigt sein könnte. Aus diesen Grund muss alles Wasser welches für Speisen, Trinkzwecken oder Reinigen von Geräten verwendet wird, zuerst abgekocht werden. Die Warnung ist gültig, bis zum Widerruf der Gemeinde.

Ok. Irgendwas ist nicht gut, soviel haben wir verstanden. Und Wasser in jedem Fall zuerst abkochen, auch das ist angekommen… Der Brief macht auch den Anschein, dass die Gemeinde versucht hat sehr schnell zu reagieren, denn selbst ich (ich stehe mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuss) habe ich Fehler entdeckt… Aber was nun? Was ist eigentlich passiert? Hat jemand Chemieabfälle illegal entsorgt, gab es einen Zwischenfall im Kernkraftwerk? War es ein Anschlag? Was ist los? Was wenn man schon Wasser getrunken hat? Muss man sich dann im Spital Olten melden? An wen kann ich meine Fragen ganz konkret stellen? Fragen über Fragen… Auch die Website von Obergösgen sagt nicht mehr, lediglich die Schreibfehler wurden beseitigt.

Auf beiden Kanälen wurde der Titel Trinkwasserversorgung gewählt. Um ehrlich zu sein, hätte mich ein nachbar nicht auf den Brief im speziellen hingewiesen, ich wäre zuerst davon ausgegangen, dass eventuell an einem bestimmten Tag von X bis Y kein Wasser bezogen werden kann. Dabei geht es um eine viel wesentlichere Information!

Zum Glück haben wir noch den Facebook Eintrag vom MySign-Chef Urs Koller entdeckt. Er hat den Brief der Nachbargemeinde Lostorf fotografiert und veröffentlicht.

So wird es richtig gemacht!

Hier geht es schon wesentlich mehr ins Detail! Die wichtigste Information ist in rot eingefärbt und fett formatiert. Hier steht das wichtigste. Darüber hinaus wird aber informiert, dass die Wasserverunreinigung durch die Kläranlage Winznau, auch eine Nachbargemeinde, verursacht wurde. Zudem wird auch gleich ein Kontakt für spezielle Fragen in dem Brief angegeben… Aber damit nicht genug. Auch auf der Website von Lostorf wird vorbildlich kommuniziert und es gibt auch nach 21:00 Uhr noch Updates mit den neuesten Erkenntnissen…

Neben der farblichen Texthervorhebung wurde auch der Titel wesentlich besser gewählt. Man spricht direkt von Verunreinigung des Trinkwasser. Da was weiss man sofort, oha! Da ist was nicht gut und es geht nicht nur um eine belanglose Info.

Liebe Gemeinde Obergösgen. In Sachen Kommunikation, insbesondere Krisenkommunikation könnt Ihr Euch von der Nachbargemeinde Lostorf eine ganz dicke Scheibe abschneiden. Immerhin, es wurde das wichtigste Informiert und die Organisation, dass dieser Brief am späten nachmittag noch in alle Haushaltungen ausgeliefert wird ist sicher auch eine Meisterleistung. Vielleicht wäre es auch einmal Zeit sich Gedanken zu machen, ob es noch andere Kommunikationskanäle gibt wie SMS oder E-Mail. Vorerst natürlich als Ergänzung zum Brief und der Radio-Durchsage. Es gibt also noch wesentliche Verbesserungen im Krisenmanagement und der Krisenkommunikation. Hoffentlich ist man bei grösseren Notfällen besser aufgestellt.

Mein Fazit aus der Geschichte ist, dass ich wohl auf der Lostorf Website die aktuelleren und informativeren Informationen in Krisen finden werden.

Da steckt nur zu viel Wahrheit in den Organisations-Diagrammen der Unterschiedlichen IT-Unternehmen! Amazon operiert klassisch hierarchisch und gut strukturiert, Google ein bisschen hierarchisch und dann eher eine Matrix-Organisation, bei Facebook kann jeder mit jedem, bei Microsoft hütet jede Abteilung sein Wissen wie ein Geheimnis, bei Apple geht nichts ohne Steve Jobs und Oracle besteht aus einem grossen Legal-Apparat.

(via)

Die grossen Player in der Entwicklung von Internet-Services sind ganz klar Facebook, Google, Yahoo, LinkedIn, Microsoft und Apple. Entwickler die was drauf haben sind natürlich gefragter denn je. Kein Wunder also versucht man gute Leute den Mitbewerber mit allen Mittel abzuluchsen. Apple beispielsweise gibt jedem Mitarbeiter einen Vermittlung-Prämie von nicht weniger als 10’000 USD, wenn man einen geeigneten Mitarbeiter für den neuen iCloud-Dienst bringt.

Die oben stehende Grafik zeigt sehr schön, wer welchen Mitbewerber wie viele Leute abgeworben hat. Das kurze Fazit daraus: Yahoo ist der Verlierer und Facebook das grosse Magnet.

Und wenn wir schon beim Thema sind, wir bei der MySign suchen einen neuen Art Director. Wenn Ihr Euch angesprochen fühlt, dann meldet Euch oder macht Eure Freunde auf die Ausschreibung aufmerksam.

(via)