Tatort Internet – Buch gegen Rufschädigung und Beleidigung im WWW
Tuesday, December 18th, 2007
Das Thema Rufschädigung und Beleidigung im Internet dürfte nicht unbekannt sein. Ich gehe davon aus, dass schon so Mancher seine Erfahrungen machen musste. Man wird im Internet beschimpft, beleidigt oder es werden Unwahrheiten über die eigene Person verbreitet. Dass das nicht nur bei der Ehrverletzung bleibt, sondern auch Auswirkungen auf das Privatleben, den Job und Aufträge der eigenen Firma haben kann, wurde eben vor ein paar Tagen in der Sueddeutsche im Artikel “Rufschädigung im Netz – Das Internet ist kein Ponyhof” bewiesen.
Die grosse Frage ist immer: Wie kann man sich gegen diese Angriffe wehren? Oder noch besser, wie kann ich solche Verleumdungen verhinder? Wie kann ein angeschlagener Ruf wieder hergestellt werden? Auf diese und viele weitere Fragen liefert das 408 Seiten starke Werk Antwort! Thomas Volkmer und Mario Singer informieren über die verschiedenen im Internet auftretenden Arten von Rufschädigung, Beleidigung und Betrug.
Neben dem Buch betreuen die beiden auch die Website www.internetvictims.de und haben sich zum Ziel gesetzt, all denjenigen eine Plattform zu bieten, welche “Opfer des Internets” wurden. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich dabei um Fälle von übler Nachrede oder Beleidigung, Cyberstalking, oder das in den Umlauf bringen von falschen Behauptungen handelt.
Das Buch sollte sicher eine Pflichtlektüre für Heavy-Internet-User sein. Egal ob man nur im Web 2.0 mitmacht, oder gar selber eine Website, ein Forum oder ein Blog einsetzt, man sollte immer darauf bedacht sein, was man publiziert. Ist einmal etwas publiziert, kriegt man es nicht mehr so schnell aus dem Netz!
Die Frage ist, ob man das mit der Pflichtlektüre so stehen lassen kann, angesichts der Vorgeschichte der Autoren und deren aktueller Aktivitäten: http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=1630
Hallo Thomas. Das ist ein wirklich sehr guter Artikel im Handelsblatt. Tatsächlich habe ich mich mehr dem Buch gewidmet als den Autoren. Trotzdem hilft das Buch bei Fragen weiter. Und wenn man nach dem Handelsblatt-Artikel die beiden Autoren und die fraglich finanzierte Website Internetvictims nicht mehr unterstützen möchte, dann sollte man vielleicht auf den Kauf des Buches verzichten. Gibt es gute Alternativen?
Ich finde vor allem, dass Web 2.0 Worker (Flickr, Foren, Blogs, Facebook, XING, etc.) sich gut informieren sollten was und wie es publiziert wird…
Ist natürlich auch nicht mein Spezialgebiet, diese Bücher. Ansätze aber finden sich in “Online-Recht für Selbstständige” von M. Terhaag, sehr lesbares Buch.