Facebook bringt uns näher. Manchmal etwas zu nah?

Facebook bringt uns alle ein bisschen näher zusammen. Wer sich der Tragweite von Facebook aber nicht bewusst ist, der kann dank dem Netzwerk auch mal seinen Job verlieren oder sonstige unangenehme Dinge erleben. Der Dokumentationsfilm “Facebook Sünden” zeigt uns einmal mehr, dass man vor dem Status-Update zuerst das Hirn einschalten sollte.

DOK vom 14.03.2012

Zum Schluss noch dies: Es ist nicht das Geschäftsmodell von Facebook privaten und sehr persönliche Daten vor fremden Personen zu schützen, sondern die Informationen zu teilen!

#InsaRun – Eine verrückte Praktikums-Abschlussprüfung

InsaRun

InsaRun

Drüben bei meinem Arbeitgeber haben wir uns für unsere Praktikantin Insa eine ganz besondere Abschlussprüfung überlegt. Sie muss in 10 Stunden mit dem MySign-Mini möglichst viele Social Media Experten und Agenturen besuchen in der ganzen Schweiz. Begleitet wird sie von einer Video-Journalistin und muss mit allen besuchten ein kurzes Interview führen und einen Beweis mitbringen… Alle detailierten Bedingungen gibt es hier im Webdenker-Blog der MySign.

Die Frage ist nun, wie viele Besuche schafft sie? Wie viele Strafzettel der Rennleitung wird sie bekommen und welche Fragen hat sie vorbereitet? Mit der richtigen Antwort auf die Frage, wie viele Kilometer legt Insa während dem Tag zurück, könnt ihr noch ein iPod nano und ein Nike+ Set, so wie einem Einkaufsgutschein über CHF 300.-, gesponsert von Universal Sport, gewinnen.

Am Prüfungstag selber könnt ihr die zurückgelegte Strecke am Bildschirm verfolgen, so wie alle Fotos und Tweets zu der Aktion. Das wird ein spannender Mittwoch!

 

Eis, zwöi, drüüüü – Bobfahren mit Supertext

Renato Mitra Bobfahrt St. Moritz

Drüben bei den kreativen Supertext-Menschen hab ich an einem Wettbewerb teilgenommen und sogar gewonnen. Der Preis war eine Bobfahrt auf der Olympia-Bahn in St. Moritz. Vergangenen Samstag war es dann soweit und wir haben die lange Reise angetreten um in knapp 2 Minuten und guten 135 km/h den Eiskanal runter zu sausen.

In St. Moritz, bei rund -20 Grad, wurden wir vom Bobpilot Martin Suter in den Bobsport eingeweiht und haben viele interessante Details zu der Strecken erfahren. Übrigens, der Bobsport wurde von Engländer in St. Moritz erfunden und etabliert. Daher hat St. Moritz die älteste Bobbahn der Welt und wird immer noch jedes Jahr von rund 14 Arbeitern aus dem Tirol von Hand aufgebaut. Für die Natureisbahn gibt es  keine Pläne, sondern die Arbeiter geben das von Generation zu Generation weiter… Sehr beeindruckend.

Die Bobfahrt selber kann ich sehr empfehlen! Wer gerne Roller-Coaster mag, so wie ich, wird hier voll auf seine Kosten kommen! Am Anfang fängt alles gemütlich an, aber je näher man dem Ziel kommt desto höher wird die Geschwindigkeit. Gemäss unserem Bremser hätten wir rund 135 km/h drauf gehabt (wir waren ein schwerer Bob) und hätten in den Kurven bis zu 4G erzeugt. Mehr Action als auf jeder Achterbahn!

Besten Dank an Martin Suter, das Team der Olympia-Bahn in St. Moritz und natürlich an das Supertext-Team und die restlichen Teilnehmer der Bobfahrt. Es war ein toller und eindrücklicher Tag. Gerne wieder!

Weitere Impressionen gibt es auch auf der Facebook Seite bei Supertext oder als Text im Blog.

Keine Twittercharts.ch mehr?

Twittercharts.ch

Twittercharts.ch

Eigentlich schade, während immer mehr Leute einen Twitter-Account registrieren und sich mit diesem 140-Zeichen Netzwerk ernsthaft auseinandersetzen möchten, gibt es immer weniger Dienste dazu. Zuerst hat David Worni (@dworni) sein Twitterland sterben lassen und nun scheint auch das Projekt Twittercharts von Philip Hetjens (@hetty) das zeitliche gesegnet zu haben. Zumindest gab es seit der Woche 39 im vergangenen Jahr kein Update mehr und auch sonstige, angekündigte Neuerungen wurde bisher nicht eingeführt.

Ich weiss, beides sind waren private Projekte und solche leiden immer zuerst wenn es zeitlich knapp wird. Aber vielleicht kann man sich ja gegenseitig helfen um solche tolle Dienste aufrecht zu erhalten.

Minimax – Wenn die Werbung lügt.

Über Shareifyoulike bin ich auf die folgende Werbung für Feuerlöscher von Minimax gestolpert:

Mein erster Gedanke war: Hey, eigentlich eine witzige Werbung für ein langweiliges Produkt wie ein Feuerlöscher und hab das auch munter getwittert. Das Ganze hat aber einen fatalen Fehler, wie ich dann von @rkroebl aufgeklärt wurde:

 

Wenn man sich ein bisschen auskennt bei den Feuerlöscher oder nach so einem Hinweis recherchiert, dann weiss/erfährt man das es unterschiedliche Arten von mobilen Feuerlöscher gibt. Solche mit Wasser, Schaum, Pulver oder Kohlendioxid. Und nur der Feuerlöscher mit Kohlendioxid hinterlässt keine Rückstände. Schaut man sich das Video von Minimax genau an, so muss man erkennen, dass es sich bei den eingesetzten Feuerlöscher tatsächlich um Kohlendioxidlöscher handeln muss.

Und wer jetzt in der Biologie aufgepasst hat weiss, Kohlendioxid ist schädlich, gar gefährlich für den Menschen. Ab einer Konzentration von 5% Volumen führt das zu Schwindel und Müdigkeit und ist ab einer Konzentration von 8% Volumen gar tödlich! Kommt noch dazu, dass das CO2 bei -50 Grad Celsius in den Flaschen lagert und beim aussprühen eine Temperatur von unter -50 Grad Celsius erreicht. Dieser arme Mann wird von zwei Kohlendioxidlöscher direkt auf Brust und Kopf mit eiskaltem CO2 besprüht… So was endet mit fürchterlichen Verletzungen!

Leider geht man in der Werbung nicht darauf ein, mit was für einem Feuerlöscher genau hier umgegangen wird. Klar ist aber, dass mit dem Spot eine falsche Sicherheit suggeriert wird, oder der Umgang mit dem CO2-Feuerlöscher verharmlost wird! Anscheinend waren bei dem Werbespot keine echten Brandexperten involviert und wahrscheinlich auch keine Produktmanager sondern nur das Marketing… Schade, so wurde aus einem witzigen Werbespot ein gefährlicher Werbespot!

Jugendliche und die digitalen Gefahren

Cyber-Mobbing

Heute Abend hab ich mir die Sendung “Digitale Gefahren” in der Rundschau im Schweizer Fernsehen angeschaut. Mich hat es interessiert, wie das Schweizer Fernsehen 13 und 14 Jährige zum Thema Facebook interviewt hat. Ich wollte mir eine weitere Meinung einholen neben den Erfahrungen welche ich persönlich in diversen Schulen gemacht habe. Es zeigt in etwa das gleiche Bild.

Die Privatsphäre-Einstellungen sind bekannt!
Auch aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die Jugendlichen die Privatsphäre-Einstellungen sehr genau kennen. Die meisten zeigen Ihren Bilder nur den Freunden. Hingegen werden Freundesanfragen sehr rasch angenommen und nicht wenige junge Mädchen haben rasch über 1000 Freunde. Nicht immer ist bekannt wer dahinter steckt…

Hingegen denkt kaum einer der Jugendlichen daran, dass einer der vermeintlichen Freunde Bilder und Statusmitteilungen als Screenshot sichern und selber weiterverbreiten kann. Dann vielleicht nicht mehr im vermeintlich geschlossenen Facebook, sondern in einem Forum wo man sich über Leute und Facebook-Meldungen lustig macht.

Die Privatsphäre-Einstellungen werden völlig überschätzt und nutzen eigentlich gar nichts mehr, wenn man in der Annahme von Freundschaftsanfragen nicht sehr wählerisch bleibt! Gerade auch bei den Schülerinnen und Schüler können vermeintliche Freunde plötzlich zu den ärgsten Feinden werden, weil man jemandem die erste Liebe ausgespannt hat. Nicht selten folgt dann ein Cyber-Mobbing-Krieg!

Cyber-Mobbing und Bullying
Fast jeder Jugendlich wurde schon mal auf dem Pausenplatz gemobbt, beleidigt und ausgelacht. Das fand dann in einem Kreis von 10 Personen statt. Man konnte dem relativ einfach entkommen. Wenn jetzt aber acht Personen ein wahres Feuerwerk an Beleidigungen auf der Pinnwand einer Person starten, können das alle Freunde sehen und die Peiniger bekommen vielleicht noch Rückendeckung weil man es mit den Redelsführer nicht vergeigen will… Es gab schon zu viele Beispiele von Jugendlichen welche sich das Leben nehmen wollte und es teilweise auch geschafft haben, weil innert einem Tag über 3000 Hass-Meldungen mit Drohungen und Beleidigungen eingetroffen sind!

Geschriebene Beschimpfungen führen zu Bussen!
Cyber-Mobbing, Cyber-Bullying, Drohungen und Beleidigungen im Internet sind längst kein Kavaliersdelikt mehr. Mitte Jahr wurden drei Personen  in St. Gallen zu einer Geldbusse zu je CHF 300 verurteilt, müssen die Verfahrenskosten von CHF 1200 tragen und bekommen einen Eintrag im Strafregister und eine Bewährungszeit von zwei Jahren. Und warum, weil man einen Mann mit Namen auf Facebook beleidigt und bedroht hat. Dinge wie “trauriger Seckel” sind nun mal Beleidigungen und “ich bring Dich um”, “ich schlage Dich” oder “ich zünde Dein Haus an” sind Drohungen. Schriftliche Drohungen welche klar nachgewiesen werden können. Hätte man das beim vorbeigehen gesagt, würde es dem Kläger schwer fallen den beweis der Beleidigungen zu erbringen und es würde wohl rasch unter den Teppich gekehrt werden. Weil es aber auch für unbeteiligte auf längere Zeit einsehbar ist, wird es schwerer gewichtet. Eine der Angeklagten zieht das Urteil weiter vor’s Bundesgericht. Sicher nicht wegen dem Geld, sondern wegen dem Eintrag im Strafregister. Denn damit kommt man nur schwer an eine eigene Wohnung, an einen Job bei einer Bank oder an einen Kredit.

Aufklärung ist gefragt!
In den Schulen soll ein zusätzliches Fach Medienkompetenz eingeführt werden. Bei einigen Schulen ist das schon der Fall, andere Lehrerinnen und Lehrer bringen das Thema von sich aus auf den Tisch, meistens weil es bereits einen Vorfall gab. Medienkompetenz soll mit dem Lehrplan 21 ab 2014 fester Bestandteil des Unterrichts sein. Leider wehrt sich im Moment die ehemalige Bauernpartei SVP stark dagegen. An einigen Schulen wird der theoretische Umgang mit den Medien also bereits thematisiert. Der Umgang damit ist aber Privatsache und nicht die Aufgabe der Schulen das zu kontrollieren!

Auch Eltern müssen Medienkompetenz erlangen
Weil Facebook eine private Sache ist, müssen die Eltern die Tätigkeiten Ihrer Kinder überprüfen und nicht die Lehrerinnen und Lehrer. Damit die Eltern das kompetent tun können, müssen Sie die Möglichkeiten und Gefahren der digitalen sozialen Netzwerke kennen! Eltern müssen das Thema Facebook und Co. mit Ihren Kindern thematisieren und das Vertrauen der Jugendlichen gewinnen, so dass diese auch den Eltern gerne Einblick in ihr Facebook-Leben geben. Nur so kann man den Kinder beibringen, dass es wahrscheinlich nicht die beste Idee ist ein Foto mit halb-nackter Pose und einer Waffe im Internet zu veröffentlichen…

Wozu das führen kann, zeigt die Bundes-Kampagne “Geschichten aus dem Internet, die man selber nicht erleben möchte“. Ein vermeintlich harmloses Bild an den Freund kann plötzlich bei der Jobsuche Probleme machen und viele weitere unangenehme Geschichten… Weitere gute Tipps und Tricks gibt es im Medienkompass 1 und Medienkompass 2. Vielleicht kennt Ihr noch weitere gute Links zu aufklärenden Informationen welche den Lehrerinnen, Lehrer und Eltern helfen die nötige Medienkompetenz zu erlangen… Dann teilt diese via Kommentarfunktion unten mit den anderen Leserinnen und Leser.

Es gibt zu viele Leute da draussen, welche beim Umgang mit den neuen Medien total überfordert sind. Mein persönliches Ziel ist es möglichst vielen Leuten zu ersparen ein schmerzhaftes Lehrgeld zu bezahlen. Ich helfe und kläre auf wo ich kann. Das sollten wir alle, welche sich in dem Medium sicher fühlen, tun.